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Das Hoya-Glossar

In der Hoya-Welt begegnet man schnell Begriffen, die am Anfang vielleicht etwas ungewohnt klingen. Hier findest du botanische und Hoya-spezifische Fachbegriffe verständlich erklärt.

121 Begriffe

A

abaxial

Auch bezeichnet als: abaxialis, abaxial

Blatt

Kurz erklärt: Die vom Stängel abgewandte Seite eines Blattes – also meist die Blattunterseite.

Siehe auch: adaxial

adaxial

Auch bezeichnet als: adaxialis, adaxial

Blatt

Kurz erklärt: Die dem Stängel zugewandte Seite eines Blattes – also meist die Blattoberseite.

Siehe auch: abaxial

Adventivwurzel

Auch bezeichnet als: adventitious root, aerial root, Luftwurzel, Luftwurzeln, Haftwurzel, Haftwurzeln

Wuchs

Kurz erklärt: Eine Wurzel, die nicht aus der Hauptwurzel, sondern aus dem Trieb wächst – bei Hoyas meist an den Nodien. Mit ihnen halten sich die Pflanzen an Bäumen und Rankhilfen fest.

Bei Hoya bedeutet das konkret: An diesen Wurzeln erkennst du, wo ein Steckling am leichtesten anwächst.

Siehe auch: kletterndNodienSteckling

aff.

Auch bezeichnet als: affinis

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Die Pflanze ist einer bekannten Art ähnlich beziehungsweise vermutlich näher mit ihr verwandt, wird aber nicht eindeutig dieser Art zugeordnet.

„aff.“ steht vor einem Artnamen, wenn eine Pflanze der genannten Art nahesteht, sich aber in einzelnen Merkmalen unterscheidet. Oft handelt es sich um eine noch nicht beschriebene Art oder um eine abweichende Form.

Bei Hoya bedeutet das konkret: „Hoya aff. clemensiorum“ sieht aus wie eine Hoya clemensiorum, weicht aber zum Beispiel in Blatt oder Blüte davon ab.

Siehe auch: cf.sp.

akzeptierter Name

Auch bezeichnet als: accepted name, gültiger Name, gültige Namen

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Der wissenschaftliche Name, der nach aktuellem Stand als der richtige gilt. Andere Namen für dieselbe Pflanze sind Synonyme.

Siehe auch: SynonymTaxonomie

Albomarginata

Auch bezeichnet als: albomarginata, white-margined

BlattSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Lateinisch für „weiß gerandet“. Die Blätter haben einen hellen, weißen bis cremefarbenen Rand.

Siehe auch: Outer VariegationPanaschierung

Anthesis

Auch bezeichnet als: Anthesis, anthesis

Blüte

Kurz erklärt: Die Zeit, in der eine Blüte geöffnet ist – vom Aufgehen bis zum Verblühen.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Bei Hoyas dauert die Anthesis je nach Art von einer Nacht bis zu etwa zwei Wochen. Im Steckbrief steht sie als Blütendauer.

Siehe auch: Dolde

B

bewurzelt

Auch bezeichnet als: rooted

Kultur & Pflege

Kurz erklärt: Die Pflanze hat bereits eigene Wurzeln und wächst im Topf – du bekommst genau die abgebildete Pflanze.

Biom

Auch bezeichnet als: biome

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Ein großer Lebensraumtyp der Erde, etwa tropischer Regenwald oder Savanne. Er wird vom Klima und der typischen Pflanzenwelt bestimmt.

Siehe auch: HabitatPrimärwald

Black Margin

Auch bezeichnet als: black margin

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Dunkler Blattrand, der sich bei viel Licht bildet – eine Form von Sunstress.

Siehe auch: Sunstress

Blattbasis

Auch bezeichnet als: leaf base

Blatt

Kurz erklärt: Das hintere Ende des Blattes, dort, wo es in den Blattstiel übergeht.

Siehe auch: BlattspitzeBlattstiel

Blattspitze

Auch bezeichnet als: Apex, leaf apex, leaf tip

Blatt

Kurz erklärt: Das vordere Ende des Blattes. Seine Form – spitz, stumpf oder eingekerbt – hilft beim Bestimmen der Art.

Siehe auch: Blattbasiseingekerbtlang zugespitztspitzstumpf

Blattspreite

Auch bezeichnet als: Lamina, leaf blade, lamina, Spreite

Blatt

Kurz erklärt: Die Blattfläche – das eigentliche Blatt ohne den Stiel.

Siehe auch: BlattstielNervatur

Blattstiel

Auch bezeichnet als: Petiolus, petiole, leaf stalk, Petiole, Petiolen

Blatt

Kurz erklärt: Der Blattstiel – das kurze Stück, das das Blatt mit dem Trieb verbindet.

Siehe auch: BlattbasisBlattspreiteInternodiumNodien

Blütenkrone

Auch bezeichnet als: Corolla, corolla, Korolla, Krone

Blüte

Kurz erklärt: Alle Blütenblätter zusammen – die eigentliche, meist sternförmige Blüte, auf der die Nebenkrone sitzt.

Siehe auch: KelchKelchblätterKorollalappenNebenkrone

Blütenstand

Auch bezeichnet als: Inflorescentia, inflorescence, Infloreszenz, Infloreszenzen

Blüte

Kurz erklärt: Alle Blüten, die gemeinsam an einem Stiel sitzen. Bei Hoyas ist der Blütenstand die Dolde am Pedunkel.

Siehe auch: DoldeEinzelblütenstielPedunkel

C

Caudicula

Auch bezeichnet als: Caudicula, Caudiculae, caudicle

Blüte

Kurz erklärt: Ein winziges Stielchen, das ein Pollenpaket (Pollinium) mit dem Klemmkörper (Corpusculum) verbindet.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Zusammen mit dem Corpusculum und den beiden Pollinien bildet es das Pollinarium – das Pollenpaket, das ein Insekt an den Beinen mitnimmt.

Siehe auch: CorpusculumPollinariumPollinium

cf.

Auch bezeichnet als: confer

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Die Pflanze sieht einer bestimmten bekannten Art sehr ähnlich, ihre genaue Bestimmung ist aber noch nicht sicher.

„cf.“ wird gesetzt, wenn eine Pflanze sehr wahrscheinlich zur genannten Art gehört, die sichere Bestimmung aber noch aussteht, etwa weil sie noch nicht geblüht hat.

Siehe auch: aff.sp.

Coronalappen

Auch bezeichnet als: corona lobes, Koronalappen

Blüte

Kurz erklärt: Die fünf Zipfel der Nebenkrone. Ihre Form und Farbe sind ein wichtiges Merkmal, um Hoya-Arten zu unterscheiden.

Siehe auch: Nebenkrone

Corpusculum

Auch bezeichnet als: Corpusculum, Corpuscula, corpusculum, Klemmkörper

Blüte

Kurz erklärt: Ein kleiner, dunkler Klemmkörper in der Blütenmitte, an dem zwei Pollenpakete hängen. Er hakt sich an den Beinen von Insekten fest.

Siehe auch: CaudiculaPollinarium

Cultivar

Auch bezeichnet als: cultivar, Kultivar, Kultivare, Kulturvarietät, Kultursorte, cv.

ZüchtungZüchtungsbegriff

Kurz erklärt: Eine Sorte, die in Kultur entstanden oder ausgelesen wurde und gezielt erhalten wird. Der Name steht in einfachen Anführungszeichen.

Ein Cultivar ist eine Pflanze mit besonderen Merkmalen, die von Menschen ausgewählt, benannt und weitervermehrt wird. Damit die Merkmale erhalten bleiben, wird meist über Stecklinge vermehrt. Cultivarnamen beginnen mit einem Großbuchstaben und stehen in einfachen Anführungszeichen.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya carnosa ‘Krimson Queen’ ist ein Cultivar der Art Hoya carnosa.

Siehe auch: HybrideKlonNaturformSelektion

D

Dolde

Auch bezeichnet als: Umbella, umbel, Blütendolde, Blütendolden

Blüte

Kurz erklärt: Ein Blütenstand, bei dem viele Einzelblüten von einem Punkt ausgehen – wie die Speichen eines Schirms.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Die kugeligen oder flachen Blütenbälle der Hoyas sind Dolden. Sie sitzen am Pedunkel.

Siehe auch: AnthesisBlütenstandEinzelblütenstielKelchblätterNebenkronePedunkel

E

eingekerbt

Auch bezeichnet als: emarginatus, emarginate, emarginat, ausgerandet

Blatt

Kurz erklärt: Die Blattspitze hat eine kleine Kerbe – wie bei den Herzblättern von Hoya kerrii.

Siehe auch: Blattspitzestumpf

Einzelblütenstiel

Auch bezeichnet als: Pedicellus, pedicel, Pedicel, Blütenstielchen

Blüte

Kurz erklärt: Der dünne Stiel einer einzelnen Blüte innerhalb der Dolde. Alle Einzelblütenstiele gehen vom Ende des Pedunkels aus.

Siehe auch: BlütenstandDoldePedunkel

elliptisch

Auch bezeichnet als: ellipticus, elliptic

Blatt

Kurz erklärt: Oval mit der breitesten Stelle in der Mitte; beide Enden sind ähnlich geformt.

Siehe auch: eiförmiglanzettlichlänglich

endemisch

Auch bezeichnet als: endemic

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Eine Art ist endemisch, wenn sie in der Natur nur in einem bestimmten Gebiet vorkommt – zum Beispiel nur auf einer einzelnen Insel oder in einer bestimmten Region.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Viele Hoyas sind endemisch – manche gibt es nur auf Borneo, andere nur auf einer einzigen Insel der Philippinen.

Siehe auch: Fundortnatürliches Verbreitungsgebiet

Epiphyt

Auch bezeichnet als: epiphyte, epiphytic, Aufsitzerpflanze, Aufsitzerpflanzen

Wuchs

Kurz erklärt: Eine epiphytische Pflanze wächst in der Natur beispielsweise auf Bäumen oder anderen Pflanzen, ohne diese zu parasitieren.

Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) nutzen Bäume nur als Unterlage, um näher ans Licht zu kommen. Wasser und Nährstoffe nehmen sie aus Regen, Luftfeuchtigkeit und dem Humus auf, der sich in Astgabeln und Rindenritzen sammelt. Sie sind keine Parasiten.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Viele Hoya-Arten wachsen in der Natur auf Ästen oder Baumstämmen. Der Baum dient ihnen hauptsächlich als Unterlage und nicht als Nahrungsquelle. Deshalb mögen sie lockeres, luftiges Substrat, das schnell abtrocknet.

Siehe auch: HabitatkriechendLianeLithophytterrestrisch

Erstbeschreibung

Auch bezeichnet als: original description

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Die erste gültige wissenschaftliche Veröffentlichung, mit der eine Art ihren Namen bekommt.

Mit der Erstbeschreibung wird eine Art offiziell benannt. Sie enthält die Merkmale der Pflanze und verweist auf ein hinterlegtes Belegexemplar, den Typus. Hinter dem Artnamen stehen oft der Name der beschreibenden Person und das Jahr.

Siehe auch: HolotypProtologTaxonomieTypusTypuslokalität

ex situ

Auch bezeichnet als: ex situ

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Außerhalb des natürlichen Standorts – zum Beispiel in einer Sammlung, einem botanischen Garten oder bei dir zu Hause.

Siehe auch: in situ

F

Fundort

Auch bezeichnet als: locality

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Der Ort, an dem eine Pflanze in der Natur gefunden oder gesammelt wurde.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Bei vielen Hoyas steht der Fundort im Namen, zum Beispiel „Hoya sp. Sabah“ oder „Hoya clemensiorum Aceh“.

Siehe auch: endemischHabitatSammlernummerTypuslokalität

G

glabreszent

Auch bezeichnet als: glabrescens, glabrescent, verkahlend

Blatt

Kurz erklärt: Anfangs behaart, später kahl – die Haare verschwinden mit dem Alter.

Siehe auch: kahlpubeszent

glockenförmig

Auch bezeichnet als: campanulatus, campanulate, campanulat

Blüte

Kurz erklärt: Die Blütenkrone ist nach vorn gewölbt wie eine Glocke und öffnet sich nicht flach.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya campanulata trägt die Form im Namen.

Siehe auch: krugförmigradförmig

Gynostegium

Auch bezeichnet als: Gynostegium, gynostegium

Blüte

Kurz erklärt: Die verwachsene Säule aus Staubblättern und Griffel in der Mitte einer Hoya-Blüte. Die Nebenkrone sitzt darauf.

Siehe auch: NebenkronePollinarium

H

Habitat

Auch bezeichnet als: habitat, Naturstandort, Naturstandorte

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Der natürliche Lebensraum einer Pflanze – also der Ort und die Bedingungen, unter denen sie in der Natur wächst.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Das Habitat verrät viel über die Pflege: Eine Hoya aus dem kühlen Bergwald braucht andere Bedingungen als eine aus dem heißen Tiefland.

Siehe auch: BiomEpiphytFundortin situnatürliches Verbreitungsgebietsaisonaler LebensraumufernahÖkologie

herzförmig

Auch bezeichnet als: cordatus, cordate, cordat, Herzblatt

Blatt

Kurz erklärt: Das Blatt hat die Form eines Herzens – breit und am Grund eingekerbt.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya kerrii ist die bekannteste herzblättrige Hoya.

Siehe auch: eiförmigrundlich

Holotyp

Auch bezeichnet als: holotype

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Das eine Belegexemplar, das die Erstbeschreibung als Grundlage nennt. An ihm hängt der Name der Art.

Siehe auch: ErstbeschreibungIsotypTypus

Hybride

Auch bezeichnet als: hybrid, Kreuzung, Kreuzungen

ZüchtungZüchtungsbegriff

Kurz erklärt: Eine Pflanze, die aus der Kreuzung zweier verschiedener Arten oder Sorten entstanden ist.

Bei einer Hybride wird die Blüte einer Pflanze mit dem Pollen einer anderen bestäubt. Die Sämlinge vereinen Merkmale beider Eltern. Die Eltern werden mit einem „x“ dazwischen angegeben.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Steht im Namen „(mindorensis x ‘Noelle’)“, sind das die beiden Eltern der Kreuzung.

Siehe auch: CultivarHybridisiererNaturformNaturhybridePollinariumSelektion

Hybridisierer

Auch bezeichnet als: hybridizer, breeder, Züchter, Züchterin

ZüchtungZüchtungsbegriff

Kurz erklärt: Die Person, die zwei Pflanzen gezielt miteinander gekreuzt hat.

Siehe auch: HybrideZüchterkennung

hängend

Auch bezeichnet als: pendulus, pendent, trailing

Wuchs

Kurz erklärt: Die Triebe wachsen nach unten und lassen sich hängend ziehen, zum Beispiel in einer Ampel.

Siehe auch: kletterndrankendstrauchartig

Höhenlage

Auch bezeichnet als: elevation, altitude, Meereshöhe

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Die Höhe über dem Meeresspiegel, in der eine Pflanze natürlich vorkommt. Sie verrät viel über Temperatur und Luftfeuchtigkeit, die die Art mag.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Eine Hoya aus 1500 m Höhe mag es kühler als eine aus dem heißen Tiefland.

Siehe auch: montansubmontanTiefland

I

in situ

Auch bezeichnet als: in situ

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Am natürlichen Standort – dort, wo die Pflanze in der Natur wächst.

Siehe auch: ex situHabitat

Inner Variegation

Auch bezeichnet als: inner variegation, innen panaschiert

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Helle Bereiche in der Blattmitte, der Rand bleibt grün. Ein Begriff aus dem Pflanzenhandel, keine botanische Bezeichnung.

Siehe auch: Outer VariegationPanaschierung

Internodium

Auch bezeichnet als: internode

Blatt

Kurz erklärt: Der Abschnitt eines Triebs zwischen zwei Knoten (Nodien), also zwischen zwei Blattansätzen.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Lange Internodien bedeuten weit auseinander stehende Blätter. Bei wenig Licht werden sie oft länger.

Siehe auch: BlattstielNodien

Isotyp

Auch bezeichnet als: isotype

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Ein Duplikat des Holotyps – ein weiteres Exemplar derselben Aufsammlung, oft in einem anderen Herbarium hinterlegt.

Siehe auch: HolotypTypus

K

kahl

Auch bezeichnet als: glaber, glabrous, unbehaart, unbehaarte

Blüte

Kurz erklärt: Ohne Haare – die Oberfläche von Blüte oder Blatt ist glatt.

Siehe auch: glabreszentpubeszenttomentös

Kalkstein

Auch bezeichnet als: limestone, Kalkfelsen, Kalkfels, Kalkgestein

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Ein helles Gestein, auf dem viele Hoyas als Lithophyten wachsen. Kalkstandorte sind oft trocken und nährstoffarm.

Siehe auch: KarstLithophyt

Karst

Auch bezeichnet als: karst

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Eine Landschaft aus zerklüftetem Kalkstein mit Felsen, Spalten und Höhlen. Viele Hoyas aus Vietnam, Laos und Thailand stammen aus Karstgebieten.

Siehe auch: KalksteinLithophyt

Kelch

Auch bezeichnet als: Calyx, calyx, Blütenkelch

Blüte

Kurz erklärt: Die äußerste Hülle der Blüte: alle Kelchblätter zusammen. Sie umschließen die Knospe, bevor sie sich öffnet.

Siehe auch: BlütenkroneKelchblätter

Kelchblätter

Auch bezeichnet als: Sepalum, Sepalen, sepals, Sepale, Sepal

Blüte

Kurz erklärt: Die Kelchblätter: kleine, meist grüne Blättchen, die die Blütenknospe von außen umschließen.

Siehe auch: BlütenkroneDoldeKelchNebenkrone

kletternd

Auch bezeichnet als: scandens, climbing

Wuchs

Kurz erklärt: Die Pflanze hält sich an Unterlagen fest und wächst nach oben – bei Hoyas meist mit Haftwurzeln oder windenden Trieben.

Siehe auch: AdventivwurzelhängendkriechendLianerankendwindend

Klon

Auch bezeichnet als: clone, Clone

ZüchtungZüchtungsbegriff

Kurz erklärt: Alle Pflanzen, die durch Stecklinge aus einer einzigen Ausgangspflanze entstanden sind. Sie sind untereinander genetisch gleich.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Von derselben Art können mehrere Klone im Umlauf sein, die sich in Blattform, Zeichnung oder Blütenfarbe leicht unterscheiden.

Siehe auch: CultivarSelektionvegetative Vermehrung

Korollalappen

Auch bezeichnet als: corolla lobes, Kronblätter, Kronblatt, Kronlappen

Blüte

Kurz erklärt: Die fünf Zipfel der Blütenkrone, die bei Hoyas meist zu einem Stern verwachsen sind.

Siehe auch: Blütenkroneradförmigzurückgeschlagen

kriechend

Auch bezeichnet als: repens, creeping

Wuchs

Kurz erklärt: Die Triebe wachsen flach an der Unterlage entlang und bewurzeln sich dabei immer wieder.

Siehe auch: Epiphytkletternd

krugförmig

Auch bezeichnet als: urceolatus, urceolate, urceolat

Blüte

Kurz erklärt: Die Blüte ist bauchig wie ein kleiner Krug und am Rand eingezogen.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya heuschkeliana zeigt diese Form.

Siehe auch: glockenförmig

L

lang zugespitzt

Auch bezeichnet als: acuminatus, acuminate, acuminat, zugespitzt, zugespitzte, zugespitzten, Träufelspitze

Blatt

Kurz erklärt: Die Blattspitze zieht sich in eine lange, schmale Spitze aus – im Regenwald läuft das Wasser daran ab.

Siehe auch: Blattspitzespitz

lanzettlich

Auch bezeichnet als: lanceolatus, lanceolate

Blatt

Kurz erklärt: Schmal und länglich, am Grund am breitesten und zur Spitze hin verjüngt – wie eine Lanzenspitze.

Siehe auch: elliptischlinealisch

lederartig

Auch bezeichnet als: coriaceus, coriaceous, leathery, ledrig

Blatt

Kurz erklärt: Fest und zäh wie Leder. Lederartige Blätter speichern Wasser und vertragen Sonne und Trockenheit meist gut.

Siehe auch: papierartigsukkulent

Liane

Auch bezeichnet als: liana, vine

Wuchs

Kurz erklärt: Eine Kletterpflanze mit langen, zähen Trieben, die an Bäumen hoch ins Licht wächst, ohne einen eigenen Stamm zu bilden.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Viele Hoyas wachsen in der Natur als Lianen und werden mehrere Meter lang.

Siehe auch: Epiphytkletternd

linealisch

Auch bezeichnet als: linearis, linear, nadelförmig

Blatt

Kurz erklärt: Lang und schmal mit annähernd parallelen Rändern, wie ein Band oder eine Nadel.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya linearis hat solche nadelartigen Blätter.

Siehe auch: lanzettlichlänglich

Lithophyt

Auch bezeichnet als: lithophyte, lithophytic

Wuchs

Kurz erklärt: Eine Pflanze, die in der Natur auf Felsen, Steinflächen oder in Felsspalten wächst.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Einige Hoyas wachsen in der Natur auf Kalkfelsen. Sie vertragen Trockenheit oft besser als reine Baumbewohner.

Siehe auch: EpiphytKalksteinKarstterrestrisch

länglich

Auch bezeichnet als: oblongus, oblong

Blatt

Kurz erklärt: Deutlich länger als breit, die Ränder laufen über eine längere Strecke fast parallel.

Siehe auch: elliptischlinealisch

M

Mittelrippe

Auch bezeichnet als: midrib, Hauptader

Blatt

Kurz erklärt: Die kräftige Ader in der Blattmitte, von der die Seitenadern abgehen.

Siehe auch: Nervatur

montan

Auch bezeichnet als: montane, Bergwald, Bergregenwald

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Aus den Bergen: Pflanzen montaner Standorte wachsen in Bergwäldern, meist zwischen etwa 1000 und 2500 m Höhe, bei kühleren Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit.

Siehe auch: HöhenlagesubmontanTiefland

N

Naturform

Auch bezeichnet als: species form, wild form, Wildform, Wildformen

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Eine Pflanze, wie sie in der Natur vorkommt – nicht gekreuzt und nicht züchterisch verändert.

Siehe auch: CultivarHybrideSammlernummer

Naturhybride

Auch bezeichnet als: natural hybrid

Taxonomie

Kurz erklärt: Eine Kreuzung, die ohne menschliches Zutun in der Natur entstanden ist, wenn zwei Arten nebeneinander wachsen.

Siehe auch: Hybride

natürliches Verbreitungsgebiet

Auch bezeichnet als: native range, Verbreitungsgebiet, Verbreitungsgebiete, Areal

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Das Gebiet, in dem eine Art von Natur aus vorkommt – ohne Hilfe des Menschen.

Siehe auch: endemischHabitat

Nebenkrone

Auch bezeichnet als: Corona, corona, Korona, Koronen

Blüte

Kurz erklärt: Die sternförmige Nebenkrone in der Mitte der Blüte. Sie sitzt auf den eigentlichen Blütenblättern.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Bei Hoyas ist die Korona oft anders gefärbt als die Blütenblätter und ein wichtiges Merkmal, um Arten zu unterscheiden.

Siehe auch: BlütenkroneCoronalappenDoldeGynostegiumKelchblätter

Nektar

Auch bezeichnet als: nectar

Blüte

Kurz erklärt: Zuckerhaltiger Saft, den die Blüte für Bestäuber bildet. Bei vielen Hoyas tropft er als klare, klebrige Perlen aus der Blüte.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Die Tropfen sind normal und kein Zeichen für Schädlinge – ein Untersetzer schützt die Fensterbank.

Nervatur

Auch bezeichnet als: venation, Aderung, Blattadern, Blattnerven, Venation

Blatt

Kurz erklärt: Das Muster der Blattadern. Bei vielen Hoyas ist es als helle oder dunkle Zeichnung sichtbar.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya callistophylla oder Hoya finlaysonii sind für ihre deutlich gezeichnete Nervatur beliebt.

Siehe auch: BlattspreiteMittelrippeveiny

Neuaustrieb

Auch bezeichnet als: new growth, Neutrieb, Neutriebe, neuer Austrieb, Austrieb

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Frisch gewachsene Triebe und Blätter. Bei vielen Hoyas sind sie zunächst rötlich, bronzefarben oder heller und färben sich erst mit der Zeit grün.

Siehe auch: SunstressWachstumspunkt

Nodien

Auch bezeichnet als: Nodium, Nodus, node, nodes, Knoten, Blattknoten

Blatt

Kurz erklärt: Die Knoten am Trieb, an denen Blätter sitzen. Dort bilden sich neue Wurzeln und Triebe – mehr Nodien, mehr Chancen.

Siehe auch: AdventivwurzelBlattstielInternodiumSteckling

O

Outer Variegation

Auch bezeichnet als: outer variegation, äußere Panaschierung, außen panaschiert

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Helle Bereiche am Blattrand, die Mitte bleibt grün – wie bei „Albomarginata“. Ein Begriff aus dem Pflanzenhandel.

Siehe auch: AlbomarginataInner VariegationPanaschierung

Ökologie

Auch bezeichnet als: ecology

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Beschreibt, wie eine Pflanze mit ihrer Umwelt zusammenlebt: Klima, Standort, Bestäuber und Nachbarpflanzen.

Siehe auch: Habitat

P

Panaschierung

Auch bezeichnet als: variegation, Variegata, variegata, variegiert, Variegation

Blatt

Kurz erklärt: Mehrfarbige Blätter mit helleren Bereichen – innen (in der Blattmitte) oder außen (am Rand).

Siehe auch: AlbomarginataInner VariegationOuter VariegationSplash

papierartig

Auch bezeichnet als: chartaceus, chartaceous, papery

Blatt

Kurz erklärt: Dünn und etwas steif wie Papier. Solche Blätter trocknen schneller aus und reagieren empfindlicher auf Sonne.

Siehe auch: lederartig

Pedunkel

Auch bezeichnet als: Pedunculus, peduncle, Blütenstandsstiel, Blütensporn

Blüte

Kurz erklärt: Der Pedunkel ist der Blütenstandsstiel bzw. Blütensporn einer Hoya. An ihm können bei vielen Arten nach der ersten Blüte später erneut Blütendolden entstehen.

Bei vielen Hoyas bleibt der Pedunkel nach dem Verblühen stehen und wird mit jeder Blüte ein Stück länger. Deshalb wird er nicht abgeschnitten.

Siehe auch: BlütenstandDoldeEinzelblütenstielpersistenter Pedunkel

persistenter Pedunkel

Auch bezeichnet als: persistent peduncle, bleibender Blütenstandsstiel

Blüte

Kurz erklärt: Ein Blütenstandsstiel, der nach dem Verblühen stehen bleibt und immer wieder neue Dolden trägt. Deshalb werden Pedunkel bei Hoyas nicht abgeschnitten.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Die meisten Hoyas haben persistente Pedunkel, die mit jeder Blüte ein Stück länger werden. Nur wenige Arten werfen den Stiel nach der Blüte ab.

Siehe auch: Pedunkel

Pollinarium

Auch bezeichnet als: Pollinarium, Pollinaria, pollinarium

Blüte

Kurz erklärt: Die Einheit aus zwei Pollenpaketen (Pollinien), ihren Stielchen (Caudiculae) und dem Klemmkörper (Corpusculum). Ein Insekt trägt sie als Ganzes zur nächsten Blüte.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Deshalb lassen sich Hoyas von Hand nur mit Pinzette und Lupe bestäuben – so entstehen Hybriden.

Siehe auch: CaudiculaCorpusculumGynostegiumHybridePollinium

Pollinium

Auch bezeichnet als: Pollinium, Pollinia, pollinium

Blüte

Kurz erklärt: Ein fest zusammenhängendes Pollenpaket. Hoyas geben ihren Pollen nicht als Staub ab, sondern in zwei solchen Päckchen je Pollinarium.

Siehe auch: CaudiculaPollinarium

Primärwald

Auch bezeichnet als: primary forest, Urwald

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Ursprünglicher, vom Menschen nicht oder kaum veränderter Wald.

Siehe auch: BiomSekundärwald

Protolog

Auch bezeichnet als: protologue

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Alles, was bei der Erstbeschreibung einer Art veröffentlicht wurde: Beschreibung, Abbildungen, Fundort und Belegexemplar.

Siehe auch: ErstbeschreibungTypus

puberulent

Auch bezeichnet als: puberulus, puberulent, fein behaart

Blatt

Kurz erklärt: Sehr kurz und fein behaart – die Haare sind oft nur mit der Lupe zu sehen.

Siehe auch: pubeszenttomentös

pubeszent

Auch bezeichnet als: pubescens, pubescent, flaumig behaart, flaumhaarig

Blüte

Kurz erklärt: Fein und weich behaart – wie ein zarter Flaum auf Blüte oder Blatt.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Viele Hoya-Blüten sind pubeszent und wirken dadurch samtig, zum Beispiel bei Hoya carnosa.

Siehe auch: glabreszentkahlpuberulenttomentösTrichom

R

radförmig

Auch bezeichnet als: rotatus, rotate, rotat, sternförmig

Blüte

Kurz erklärt: Die Blütenkrone öffnet sich flach wie ein Rad oder Stern.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Die typische flache Sternblüte vieler Hoyas, etwa bei Hoya carnosa.

Siehe auch: glockenförmigKorollalappenzurückgebogenzurückgeschlagen

rankend

Auch bezeichnet als: vining

Wuchs

Kurz erklärt: Die Triebe winden oder schlingen sich um eine Stütze und wachsen daran nach oben.

Siehe auch: hängendkletterndstrauchartigwindend

rundlich

Auch bezeichnet als: orbicularis, orbicular, orbiculat, kreisrund

Blatt

Kurz erklärt: Fast kreisrund.

Siehe auch: eiförmigherzförmig

S

saisonaler Lebensraum

Auch bezeichnet als: seasonal habitat, Monsunwald, Trockenzeit

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Ein Lebensraum mit deutlichen Jahreszeiten, etwa einer ausgeprägten Trocken- und Regenzeit. Pflanzen von dort vertragen Trockenphasen oft gut.

Siehe auch: Habitat

Sammlernummer

Auch bezeichnet als: collection number, collector's number, Aufsammlungsnummer, Aufsammlungsnummern, Sammelnummer

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Ein Code oder eine Nummer, mit dem eine bestimmte Sammlung, Pflanze oder Herkunft dokumentiert wird. Eine Sammlernummer ist nicht automatisch Bestandteil des botanischen Namens.

Die Sammlernummer besteht meist aus einem Kürzel und einer laufenden Nummer. Sie gehört fest zur Pflanze und wird nie verändert, weil sich darüber Fundort und Herkunft zurückverfolgen lassen.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Gerade bei noch unbeschriebenen Arten („Hoya sp.“) ist die Sammlernummer oft die einzige eindeutige Bezeichnung.

Siehe auch: FundortNaturformsp.VertriebscodeZüchterkennung

Sekundärwald

Auch bezeichnet als: secondary forest

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Wald, der nach Rodung oder Störung nachgewachsen ist. Oft lichter als Primärwald.

Siehe auch: Primärwald

Selektion

Auch bezeichnet als: selection

ZüchtungZüchtungsbegriff

Kurz erklärt: Eine einzelne Pflanze, die wegen besonderer Merkmale aus vielen Sämlingen ausgewählt und weitervermehrt wurde.

Siehe auch: CultivarHybrideKlon

Silver

Auch bezeichnet als: silver

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Ein im Handel und unter Sammlern verwendeter Begriff für besonders stark silbrig gefärbte oder gezeichnete Blätter. Die Bezeichnung ist botanisch nicht exakt standardisiert.

Siehe auch: Splash

sp.

Auch bezeichnet als: species

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Die Pflanze gehört zur Gattung Hoya, ihre genaue Art ist aber noch nicht sicher bestimmt oder noch nicht wissenschaftlich beschrieben.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hinter „Hoya sp.“ steht meist der Fundort oder eine Nummer, zum Beispiel „Hoya sp. Sabah AG 08-24“.

Siehe auch: aff.cf.Sammlernummer

spitz

Auch bezeichnet als: acutus, acute, acut

Blatt

Kurz erklärt: Die Blattspitze läuft in einem klaren, aber nicht übermäßig langen Winkel zu.

Siehe auch: Blattspitzelang zugespitztstumpf

Splash

Auch bezeichnet als: splash

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Silbrige oder hellere Flecken beziehungsweise Bereiche auf den Blättern einer Hoya. „Splash“ ist vor allem ein Begriff aus der Hoya-Sammlerszene und dem Pflanzenhandel und keine wissenschaftlich fest definierte botanische Blattform.

Siehe auch: PanaschierungSilver

Steckling

Auch bezeichnet als: cutting

Kultur & Pflege

Kurz erklärt: Ein abgeschnittenes Stück Trieb mit Blättern, noch ohne Wurzeln. Bewurzelt sich in Wasser, Sphagnum oder Substrat.

Siehe auch: AdventivwurzelNodienvegetative Vermehrung

strauchartig

Auch bezeichnet als: fruticosus, shrubby, buschig

Wuchs

Kurz erklärt: Die Pflanze wächst kompakt und verzweigt wie ein kleiner Busch, statt lange Triebe zu bilden.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya multiflora oder Hoya bella wachsen strauchartig.

Siehe auch: hängendrankend

stumpf

Auch bezeichnet als: obtusus, obtuse, obtus, abgerundet

Blatt

Kurz erklärt: Die Blattspitze ist stumpf oder abgerundet statt spitz.

Siehe auch: Blattspitzeeingekerbtspitz

submontan

Auch bezeichnet als: submontane

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Die Zone unterhalb des Bergwaldes, etwa zwischen 500 und 1000 m Höhe – warm, aber nicht mehr so heiß wie das Tiefland.

Siehe auch: HöhenlagemontanTiefland

subsp.

Auch bezeichnet als: subspecies, ssp., Unterart, Unterarten

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Abkürzung für „subspecies“ (Unterart). Eine Gruppe innerhalb einer Art, die sich in Merkmalen und meist auch im Verbreitungsgebiet unterscheidet.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya fauziana subsp. angulata ist eine Unterart von Hoya fauziana.

Siehe auch: Taxonomievar.

sukkulent

Auch bezeichnet als: succulent

Blatt

Kurz erklärt: Wasserspeichernd. Sukkulente Blätter sind dick und fleischig und überbrücken damit trockene Zeiten.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoyas mit dicken, sukkulenten Blättern brauchen meist weniger Wasser und vertragen mehr Sonne als dünnblättrige Arten.

Siehe auch: lederartig

Sunstress

Auch bezeichnet als: sun stress, Sonnenstress

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Eine durch intensive Lichtbedingungen ausgelöste Farbveränderung der Blätter. Je nach Hoya können sich beispielsweise rote, violette, bronzefarbene oder dunklere Farbtöne entwickeln.

Sunstress ist keine Krankheit: Die Pflanze bildet bei viel Licht Farbstoffe, die das Blatt vor zu viel Sonne schützen. Viele Sammler mögen diesen Look. Wird die Pflanze wieder schattiger gestellt, verblasst die Färbung meist.

Siehe auch: Black MarginNeuaustrieb

Synonym

Auch bezeichnet als: synonym

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Ein anderer wissenschaftlicher Name für dieselbe Pflanze, der nicht mehr als gültig gilt – etwa weil die Art schon früher unter einem anderen Namen beschrieben wurde.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya pachyclada wird heute als Synonym von Hoya subquintuplinervis geführt – beide Namen meinen dieselbe Pflanze.

Siehe auch: akzeptierter NameTaxonomie

T

terrestrisch

Auch bezeichnet als: terrestrial

Wuchs

Kurz erklärt: Im Boden wachsend – die Pflanze wurzelt in der Erde und nicht auf Bäumen oder Felsen.

Siehe auch: EpiphytLithophyt

Tiefland

Auch bezeichnet als: lowland

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: Die Zone unterhalb von etwa 500 m Höhe – in den Tropen heiß und feucht.

Siehe auch: Höhenlagemontansubmontan

tomentös

Auch bezeichnet als: tomentosus, tomentose, filzig behaart, filzhaarig

Blatt

Kurz erklärt: Dicht und wollig-filzig behaart.

Siehe auch: kahlpuberulentpubeszentTrichom

Trichom

Auch bezeichnet als: Trichoma, trichome, Pflanzenhaare, Pflanzenhaar

Blatt

Kurz erklärt: Ein Pflanzenhaar. Trichome schützen vor Sonne, Verdunstung und Fressfeinden und machen Blätter oder Blüten samtig.

Siehe auch: pubeszenttomentös

Typus

Auch bezeichnet als: type specimen

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Das hinterlegte Belegexemplar, an das der wissenschaftliche Name einer Art dauerhaft gebunden ist.

Zu jeder beschriebenen Art gibt es ein Typusexemplar, meist eine gepresste Pflanze in einem Herbarium. Ist unklar, ob eine Pflanze zu einer Art gehört, wird sie mit dem Typus verglichen.

Siehe auch: ErstbeschreibungHolotypIsotypProtologTaxonomieTypuslokalität

Typuslokalität

Auch bezeichnet als: type locality

Herkunft & LebensraumWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Der Ort, an dem das Belegexemplar (Typus) gesammelt wurde, an das der Name einer Art gebunden ist.

Siehe auch: ErstbeschreibungFundortTypus

U

ufernah

Auch bezeichnet als: riparian, Ufervegetation, Auwald, uferbegleitend

Herkunft & Lebensraum

Kurz erklärt: An Fluss- oder Bachufern wachsend, meist bei hoher Luftfeuchtigkeit.

Siehe auch: Habitat

V

var.

Auch bezeichnet als: varietas

TaxonomieWissenschaftliche Namensgebung

Kurz erklärt: Abkürzung für „varietas“ (Varietät). Eine Abweichung innerhalb einer Art, die geringer ist als bei einer Unterart.

Siehe auch: subsp.Taxonomie

vegetative Vermehrung

Auch bezeichnet als: vegetative propagation

Kultur & Pflege

Kurz erklärt: Vermehrung ohne Samen, zum Beispiel über Stecklinge. Die Jungpflanze ist genetisch gleich mit der Mutterpflanze.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoyas werden fast immer über Stecklinge vermehrt. So bleiben Blattzeichnung und Blütenfarbe der Mutterpflanze erhalten.

Siehe auch: KlonSteckling

veiny

Auch bezeichnet als: veiny

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Die Blattadern treten deutlich sichtbar hervor.

Siehe auch: Nervatur

verkehrt eiförmig

Auch bezeichnet als: obovatus, obovate, obovat

Blatt

Kurz erklärt: Eiförmig, aber mit der breitesten Stelle vorn, nahe der Blattspitze.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya obovata trägt die Form im Namen.

Siehe auch: eiförmig

Vertriebscode

Auch bezeichnet als: trade code

SammlerbegriffSammler- und Handelsbegriff

Kurz erklärt: Eine Kennung, unter der eine Gärtnerei oder ein Händler eine Pflanze führt und verkauft.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Viele Hoyas sind nur unter einem solchen Code bekannt, bis sie bestimmt oder beschrieben werden. Der Code wird immer genau so geschrieben, wie er vergeben wurde.

Siehe auch: SammlernummerZüchterkennung

W

Wachstumspunkt

Auch bezeichnet als: growing tip, growth point, Triebspitze

Wuchs

Kurz erklärt: Die Triebspitze, aus der die Pflanze gerade neue Blätter schiebt.

Siehe auch: Neuaustrieb

windend

Auch bezeichnet als: volubilis, twining, Schlingpflanze, schlingend

Wuchs

Kurz erklärt: Der Trieb selbst wickelt sich spiralig um die Stütze – ohne Ranken oder Haftwurzeln.

Siehe auch: kletterndrankend

Z

zurückgebogen

Auch bezeichnet als: recurvatus, recurved, recurvat

Blüte

Kurz erklärt: Die Blütenblätter biegen sich leicht nach hinten, weg von der Blütenmitte.

Siehe auch: radförmigzurückgeschlagen

zurückgeschlagen

Auch bezeichnet als: reflexus, reflexed, reflex

Blüte

Kurz erklärt: Die Blütenblätter sind stark nach hinten geklappt, sodass die Blüte wie eine kleine Kugel oder ein Pfeil wirkt.

Bei Hoya bedeutet das konkret: Hoya lacunosa und viele ihrer Verwandten haben zurückgeschlagene Blütenblätter.

Siehe auch: Korollalappenradförmigzurückgebogen

Züchterkennung

Auch bezeichnet als: breeder code

ZüchtungZüchtungsbegriff

Kurz erklärt: Ein Kürzel mit Nummer, das eine Züchterin oder ein Züchter den eigenen Kreuzungen und Sämlingen gibt.

Bei Hoya bedeutet das konkret: An der Züchterkennung lässt sich erkennen, aus welcher Zucht eine Hybride stammt, auch wenn sie noch keinen Sortennamen hat.

Siehe auch: HybridisiererSammlernummerVertriebscode

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