Hoya burmanica
- Pflege
- mittel
- Bewurzelung
- mittel
- Licht
- hell
Eigenschaften
Herkunft & Züchtung
- Fundort / Herkunft
- Assam/NE-Indien, Bangladesch, Myanmar, Nordthailand und Vietnam. POWO führt das natürliche Verbreitungsgebiet von Südost-Assam bis Nord-Indochina.
- Naturform – gefunden / gesammelt von
- Ursprünglicher Sammler unbekannt; das Ausgangsmaterial kam aus den Chin Hills in Myanmar. Am 2. Januar 2007 sammelten Arne Kastberg und Mr Saw bei Taunggyi, Myanmar, zwei Pflanzen, die zunächst als Hoya pandurata bestimmt wurden und sich später als H. burmanica erwiesen.
- Jahr der Erstbeschreibung
- 1920
Über diese Hoya
Hoya burmanica ist eine ungewöhnlich buschig wachsende Hoya mit zunächst aufrechten und später hängenden Trieben. Ihre schmalen, dreieckigen bis eiförmig-lanzettlichen Blätter und die kleinen, becherförmigen gelblich-grünen Blüten unterscheiden sie deutlich von vielen klassischen rankenden Hoyas. Lange Zeit wurde sie insbesondere mit Hoya pandurata verwechselt.
Heute wird Hoya burmanica immer noch sehr häufig mit der sogenannten Hoya sp. Vietnam „Polyneura Complex“ verwechselt. Auf den ersten Blick können sich beide Pflanzen tatsächlich stark ähneln. Gut unterscheiden lassen sie sich jedoch vor allem anhand der Blattform sowie der Blütenfarbe und Blütenform. Besonders im blühenden Zustand ist eine Verwechslung daher deutlich leichter auszuschließen.
Optimale Kulturbedingungen
Hell bis halbschattig, etwa 18–26 °C, mit etwas kühleren Nächten und mittlerer bis erhöhter Luftfeuchtigkeit. Gleichmäßig, aber nicht dauerhaft nass halten und zwischen den Wassergaben leicht abtrocknen lassen. Eine saisonale Temperaturabsenkung kommt ihrem natürlichen Standort entgegen.
In Myanmar wurde sie epiphytisch in saisonal trockenem, relativ offenem Wald auf 800–1000 m gefunden. In Vietnam wächst sie dagegen überwiegend lithophytisch, gelegentlich epiphytisch, an schattigen Kalksteinfelsen feuchter Bergwälder auf 1350–1500 m.
Zuträglich zur Blütenbildung
Heller Standort und vor allem eine leichte saisonale Abkühlung bzw. kühlere Nächte. Besonders bemerkenswert ist, dass die während der Wachstumszeit gebildeten Pedunkel nach einem Temperaturabfall nahezu gleichzeitig zur Blüte kommen können.
Fun Fact
Mehr als 90 Jahre lang war nicht einmal ganz klar, welche Pflanze Rolfe 1920 eigentlich als Hoya burmanica beschrieben hatte. Als Arne Kastberg und Mr Saw 2007 bei Taunggyi zwei Pflanzen fanden, wurden diese zunächst für Hoya pandurata gehalten. Erst die genaue Untersuchung von lebendem Pflanzenmaterial, Herbarbelegen und den winzigen Pollinarien zeigte, dass es sich um die lange kaum bekannte echte Hoya burmanica handelte. Rodda & Simonsson Juhonewe klärten ihre Identität schließlich 2012 endgültig.
Pflege
Allgemeine Pflegehinweise
Alles, was für fast alle Hoyas gilt – Ankommen, Standort, Gießen, Düngen, Stecklinge – findest du gesammelt in den allgemeinen Pflegehinweisen.